Unsere Dörfer + Kirchengemeinde

Einzugsbereich des Musikverein Renhardsweiler:

Der Einzugsbereich des Musikverein Renhardsweiler erstreckt sich über Ortschaften der Kirchengemeinde St. Georg (Bierstetten, Renhardsweiler, Steinbronnen, Oberatzenberg, Schwemme). Zusätzlich  zählen, durch ihre Nähe zur Kirchengemeinde und Mangels einer eigenen Kapelle, die Ortschaften Badhaus, Braunenweiler und Lampertsweiler zum Einzugsgebiet unseres Vereins.

Durch  wiederkehrende Veranstaltungen, wie das Weihnachtesspielen in allen Ortschaften, der Volkstrauertag in Braunenweiler und Renhardsweiler, das Vatertagsfest in Bierstetten oder der Waldweihnacht in Lampertsweiler, sind wir mit diesen Ortschaften über das Jahr verbunden.

 

Renhardsweiler

Bevor die Ortschaft Renhardsweiler Schul- und Pfarrort wurde, wurde sie erstmals im Jahr 1241 als “Reinoldswiler“ genannt. In den Salemer Urkunden ist belegt, dass von 1260 bis 1334 in dem hochgelegenen Ort ein Ortsadel seinen Sitz hatte. Es war dort eine eigene österreichische Vogtei. Von einem Schloss oder Herrschaftssitz wurde aber bis zum heutigen Tag keine Spur mehr gefunden. Im Jahr 1424 kam die Vogtei an die Patrizierfamilie Brandenburg bei Biberach, die den Ort 1503 an die Truchessen von Waldburg verkaufte.
Etwa hundert Jahre später wurde Renhardsweiler dann auch erstmals urkundlich als Pfarrort für Bierstetten und Steinbronnen genannt. 

1746 wurde der Ort im Tausch gegen Allmannsweiler in das Amt Bierstetten eingefügt und kam an Königsegg als damaliges österreichisches Lehen. Im Jahre 1788 gab man ihn an das Stift Buchau weiter, das bereits im 15. Jahrhundert mehrere Korneliergüter in Renhardsweiler besaß.
Das Haus Thurn und Taxis wurde 1803 Rechtsnachfolger des Buchauer Stifts, somit kam auch der Ort Renhardsweiler in deren Besitz, um kurze Zeit später, nämlich bereits 1806, wie nahezu ganz Oberschwaben durch Napoleons Gnaden an Württemberg zu kommen.
Auch das Haus Württemberg ließ die natürlich gewachsene Einheit, welche später ebenfalls zum Schulverband gehörte, so bestehen.  Gemeinsam ging man 1817 an die Vergrößerung der dem heiligen Georg geweihten Kirche.
Die Pfarrei Renhardsweiler bestand ursprünglich nur aus dem Ort Renhardsweiler selbst und den 2 Höfen Schwemme. Bierstetten war schon früh ein eigenes Amt und gehörte wahrscheinlich zusammen mit Steinbronnen zur Pfarrei Saulgau.
Im Jahr 1616 wurde Bierstetten von der Pfarrei Saulgau gelöst und nach Renhardsweiler eingepfarrt. Dazu kam dann 1827 Oberatzenberg, welches aus dem Pfarrverband Ebersbach gelöst wurde.
Die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Dörfern der Gemeinde Renhardsweiler, wie der Bau einer Wasserversorgung in den Jahren 1892/93, und die Gründung einer Spar- und Darlehenskasse 1894, der späteren Raiffeisenbank gingen Initiativen des damaligen Pfarrherren Pfarrer Fiesel voraus.

1975 wurde mit der Gemeindereform die Auflösung der selbstständigen Gemeinden beschlossen und Renhardsweiler in die Stadt Saulgau eingegliedert.

Heute hat die hoch gelegene (686 m über N. N.) Ortschaft etwa 270 Einwohner und die Gemarkungsfläche beträgt ca. 170 ha.
In Renhardsweiler findet durch seine öffentlichen Einrichtungen, dem Kindergarten Regenbogen, der Grundschule und der Aicher Scholl Schule, sowie durch seine ortsansässigen Vereine, dem Liederkranz, der Musikkapelle und dem Sportverein, ein reges gesellschaftliches und kulturelles Leben statt.

Nach dreijähriger Bauzeit konnte im Juni 2011 das neue Dorfgemeinschaftshaus in Renhardsweiler eingeweiht werden.

 

Bierstetten

Urkundlich genannt ist ein Amt Bierstetten bereits im Jahre 1009, welches mit Steinbronnen, Allmannsweiler und Bondorf zur Vogtei Saulgau gehörte. Es kam damals als Heiratsgut an Graf Wolfrad von Altshausen. Dessen Verwandtschaft brachte die Vogtei in den Besitz der Nellenburger, welche sie 1211 mit Scheer an Konrad von Waldburg als Schenkung weitergab.

Bereits 1282 wurde die ganze Landschaft neu aufgeteilt. Dabei kam das Amt Bierstetten mit der Vogtei Saulgau an Walter von Warthausen. 1295 kam es durch Kauf des Herzogs Albrecht von Österreich in österreichischen Besitz. Der gab das Amt aber gleich als Pfand an die Truchessen von Waldburg weiter.
Am 20. Oktober 1315 wird die Vogtei Saulgau mit dem Amt Bierstetten weiter an Graf Friedrich von Montfort nach Tübingen gegeben und später 1334 an den Bischof von Konstanz verpfändet.
Im Jahr 1352 war das Amt einmal mehr Herrschaftspfand an die Grafen von Hohenberg. 1386 überließ es Herzog Leopold von Österreich der Gemahlin des Truchessen von Hans von Waldburg. Herzog Sigismund von Österreich wurde im Jahre 1414 neuer Pfandherr des Amtes Bierstetten und danach 1433 der Freiherr von Reischach.

In die Reihe der vielen Herren über das Amt Bierstetten traten 1480 Eberhart I. von Sonnenberg, 1588 die Grafen von Zimmern und später Berthold von Königsegg ein. 1786 bekam das Amt Bierstetten nochmals einen neuen Besitzer. Die Grafen von Königsegg verkauften es mit den Orten Steinbronnen und Bondorf an das Damenstift Bad Buchau.

Mit der Säkularisation im Jahre 1803 kam das Amt an das Fürstentum Thurn und Taxis und im Jahre 1806 wie ganz Oberschwaben zum Königreich Württemberg.
Lange Zeit gehörte Bierstetten mit Steinbronnen zur Pfarrei Saulgau, ehe es 1616 dem Pfarrherren von Renhardsweiler anvertraut wurde. Andererseits kam Renhardsweiler im Jahre 1746 zum Amt Bierstetten. Erst der König von Württemberg gab dann beiden Gemeinden wieder die Selbstständigkeit.

Im Jahre 1933 wurden die beiden Gemeinden erneut zu einer Bürgermeisterei zusammen-geschlossen, welche der Bierstettener Bürgermeister Josef Hirschle bis zum 18. Mai 1945 verwaltete.
Im Jahre 1906 waren Pfarrer Fiesel und Schultheiß Straub die Initiatoren für den Bau der Bierstetter Kapelle. Sie wurde genau an der gleichen Stelle erbaut, an der zuvor ein kleines Kappelchen etwa aus dem Jahr 1770 stand. Im September 1906 wurde die Kapelle vom Weihbischof von Rottenburg zu Ehren des heiligen Josef eingeweiht.

 

Steinbronnen

Eingebettet in einen Tobel, der von den Renhardsweiler Höhen in die Saulgauer Ebene führt, liegt das idyllische Steinbronnen.

Das erste schriftliche Zeugnis von “Steinbrunnen“ stammt aus dem Jahre 1095.
Wie es dazu kam, dass Steinbronnen mit seiner Markung und politisch seit Menschengedenken ein Teilort von Bierstetten und mit diesem als Amt Bierlingen u. a. in die Grafschaft Friedberg-Scheer einverleibt war, ist wohl auch mit den im Mittelalter üblichen Besitzverschiebungen zu erklären.
Besonderes Merkmal des kleinen Ortes ist die im Jahre 1900 errichtete Lourdesgrotte. Die Idee, in einer verlassenen Kiesgrube von Steinbronnen eine Andachtsstätte zu Ehren der Gottesmutter von Lourdes einzurichten, kam von dem bis heute unvergessenen Pfarrer Fiesel.
In einer verwilderten Grube, in welcher sich bei den vorkommenden granitharten Felsen ein Kiesabbau nicht mehr gelohnt hatte.

Braunenweiler

Lampertsweiler

Oberatzenberg

Schwemme

Kirchengemeinde

Der Musikverein Renhardsweiler ist mit der katholischen Kirchengemeinde St. Georg Renhardsweiler eng verbunden.

So ging bereits die Gründung des Vereins auch auf eine Initiative des damaligen Pfarrers zurück und die ersten Proben der Kapelle fanden im Pfarrhaus statt. Das Einzugsgebiet des MVR entspricht dem Gebiet der Kirchengemeinde, im Laufe der Zeit wurde es allerdings um Braunenweiler und Lampertsweiler erweitert. Die Musikkapelle begleitet die Fronleichnamsprozession, spielt bei der Marienandacht in der Lourdesgrotte Steinbronnen, zu Festen der Kirchengemeinde im DGH und zu Weihnachten in allen Ortsteilen. Zur Erstkommunion, beim Jahrgängerfest und am Volkstrauertag werden einige Stücke vor der Kirche dargeboten. Die Musikkapelle begleitet die Blutreitergruppe der Pfarrei Renhardsweiler beim Blutritt in Weingarten. Zu Beerdigungen von Vereinsmitgliedern wird am Grab gespielt. Weitere Informationen zur Kirchengemeinde unter www.kirche-renhardsweiler.de