Chronik
Am 26. Januar 1958 fand die Gründungsversammlung im Gasthof "zum Kreuz" in
Renhardsweiler statt.
Zum Vorsitzenden wurde das passive Mitglied Josef Eisele, Renhardsweiler, gewählt. Nach reger Aussprache wurde einstimmig der Jahresbeitrag von 5 DM für aktive und passive Mitglieder beschlossen. Am Fronleichnamstag trat die Kapelle unter dem Dirigenten Anton Hirrlinger zum erstenmal an die Öffentlichkeit. Mit einer Unterbrechnung von 3 Jahren, 1963 bis 1966, in der Albert Frick die Kapelle leitete, und weiteren 3 Jahren, 1973 bis 1976 als Siegfried Fürst Dirigent war, hatte Anton Hirrlinger bis 1979 die musikalische Leitung inne. Am 19. April 1959 fand im Saalbau in Steinbronnen das erste Konzert im vollbesetzten Saal statt. Im Februar 1960 wurden von der Fa. Heine, Stuttgart 32 Uniformen zu je 170 DM gekauft. Die Musiker hatten einen Eigenanteil von 60 DM zu berappen. Die Mützen wurden im April zu je 9 DM dazugekauft. Bereits im Juli 1960 nahm die Kapelle beim Wertungsspiel teil und erreichte einen 1. Rang. Da die Schule für Musikproben anfangs nicht mehr benützt werden sollte, gestattete die Molkerei in Bierstetten, im Saal des Molkereigebäudes, künftig die Proben abhalten zu können. Bei der 9. Jahreshauptversammlung am 4. März 1967 löste Georg Eisele, Bierstetten den seitherigen 1. Vorsitzenden an der Spitze des Vereins ab. Zum ersten Zeltfest des Musikvereins am 15. und 16. August 1970 waren die Musikkameraden aus Polch zum 1. mal Gäste in Renhardsweiler, um im folgenden Jahr die Renhardsweiler bei ihrem Ausflug an die Mosel zu beherbergen. Unerwartet verstarb am 29.September 1974 Georg Eisele im Alter von erst 58 Jahren. Nachdem bei der 17. Jahreshauptversammlung es nach langen Bemühungen nicht gelang, einen Vorsitzenden zu finden, übernahm der bisherige Stellvertreter Gerhard Eisele kommissarisch die Leitung des Vereins, um diesen dann nach seiner Wahl am 27. März 1976 als 1.Vorsitzenden zu leiten. Im Verlaufe dieser 18. Generalversammlung wurde Anton Hirrlinger für sein 15-jähriges Wirken zum Ehrendirigenten ernannt. In dieser Zeit führte er den Klangkörper zu einem beachtlichen Niveau und mehrmals erhielt die Kapelle bei Wertungsspielen in der Mittelstufe erste Ränge mit Auszeichung. Mit Siegfried Fürst, Schwemme, verfügte die Kapelle über einen Dirigenten aus den eigen Reihen, der sich bereits in der Jugendausbildung eingearbeitet hatte und ab 1979 den Dirigentenstab übernahm. Den Vorsitz hatte bei der 20. Jahreshauptversammlung am 8. April 1978 wieder kommissarisch der Stellvertretende 2. Vorstand Paul Schwarz übernommen, um im folgenden Jahr von der Versammlung zum 1. Vorsitzenden bestätigt zu werden. Vom 12. bis 14. August 1978 feierte der Musikverein aus Anlass des 20-jährigen Bestehens, sein Zeltfest verbunden mit einem Heimatfest. In diesem Jahr jährte es sich zum 20. mal, dass sich in Renhardsweiler junge Leute zusammenfanden, um das blühende Gemeindeleben der Pfarrgemeinde Renhardsweiler abzurunden mit einer Einrichtung, welche bis dahin oft schwerzlich vermisst worden war; sie gründeten eine Musikkapelle. Im Alter von 67 Jahren verstarb am 10. Januar 1982 Ehrendirigent Anton Hirrlinger. Mit erst 18 Jahren musste der aktive Musiker Heinz Weiser am 7. Juli 1982 zu Grabe getragen werden. Bei der 26. Mitgliederversammlung stand wieder die Wahl eines Vorsitzenden an, da Paul Schwarz von seinem Amt zurücktrat. Nach langen und schwierigen Verhandlun-gen wurde Hugo Halder, lt. Satzung für ein Jahr, zum neuen Vorsitzenden gewählt, um diesen bereits im folgenden Jahr an Otto Striegel abzugeben. Eine Einladung besonderer Art erhielt die Musikkapelle 1985 aus der Landeshauptstadt. Zu einem Promenadenkonzert auf dem Killesberg durften die Musiker auf der großen Freilichtbühne mit ihrem Dirigenten Siegfried Fürst auftreten. In diesem Jahr fand in Saulgau das 1. Altstadtfest statt, zu deren Teilnahme die Umlandvereine aufgerufen wurden und der Musikverein sich bereit erklärte, mitzumachen. Beim Jugendseminar in Zuflucht vom 13.-19.71986 nahmen 10 Jugendliche des Musikvereins teil. Bei einem weiteren Seminar waren es vom 23.-30.7.1988 gar 16 Teilnehmer. Um die finanzielle Situation weiter aufzubessern startete der Musikverein am Himmelfahrtstag 12.5.1988 mit einer "Hockete" in Bierstetten die Serie der "Vatertagsfeste". Nach über 10-jähriger Dirigentenarbeit im Musikverein wollte Siegfried Fürst den Taktstock in andere Hände übergeben. Mit Manfred Gliemann, den es aus Cottbus in das Schwabenland verschlagen hatte, fand sich ein versierter Musiker und Dirigent, der am 30.3.1990 seine erste Probe in Renhardsweiler abhielt, leider aber bereits Ende 1992 dieses Engagement beendete. Viel Spass hatten 33 Jungmusiker bei einem Hüttenaufenthalt vom 11.-13.5.1990 im Bregenzerwald. Das Jahreskonzert am 11.12.1990 wurde mit den Jungmusikern unter der Leitung von Marc Lutz eröffnet. Mit Michael Faußner stellte sich am 9.2.1993 der neue Dirigent vor. Nach Monaten ungeduldigen Wartens konnten die Musiker am 30.12.1992 ihr renoviertes und zu einem Schmuckstück gewordenes Probelokal wieder beziehen. Unter der Leitung vom Dirigenten Michael Faußner eröffneten 13 Jungmusiker das Jahreskonzert am 26.11.1994. Nach der 37. Jahreshauptversammlung am 18.3.1995, bei der Otto Striegel zum Ehrenvorstand gewählt wurde, stand der Verein wieder einmal ohne Vorstand da, ehe bei der außerordentlichen Hauptversammlung sich Johannes Eisele fand, den Vorsitz zu übernehmen, um diesen aber bereits bei der 40. am 26.3. 1998 abzugeben. Mit dem bisherigen Schriftführer Vinzenz Eisele, der 14 Jahre das Protokoll führte, präsentierte der Musikverein seinen neuen Vorsitzenden. Einen neuen Dirigenten stellte der Verein am 10.9.2000 beim 100-jährigen Jubiläum der Lourdesgrotte in Steinbronnen mit Blasius Sigg vor, der ab 31. August die Musikkapelle übernahm. Mit der neuen Tracht präsentierte sich die Kapelle beim Jahreskonzert am 2.12.2001, das zum erstenmal im Stadtforum stattfand. Wieder für ein Jahr wurde der Verein nach der 46. Hauptversammlung am 12.3.2204 von Vinzenz Eisele kommissarisch geleitet. Mit Wolfgang Disam fand sich bei der Wahl am 4.3.2005 ein neuer, junger Vorsitzender des Musikvereins, der sich als Priorität die Jugendarbeit zu forcieren, zum Ziel gesetzt hat. Mit verschiedenen Aktivitäten konnte der Nachwuchs begeistert werden. Am 22. April d.J. fand die jüngste Veranstaltung in Form eines Vorspielnachmittags auf dem Terminplan des Musikvereins. April 2007 Vinzenz Eisele |